Beispielschulen in Bayern

Die folgenden beiden Schulen haben Bayern auf dem 8. Ganztagsschulkongress vertreten. Der Kongress fand am 4. und 5. November 2011 im Berliner Congress Centrum unter dem Motto "Ganztagsschule verändert!" auf Einladung des BMBF und der Kultusministerkonferenz statt.
 

  • Johann-Schöner-Gymnasium Karlstadt

Konzeption der Schule

Das Johann-Schöner-Gymnasium ist ein staatliches naturwissenschaftlich-technologisches und sprachliches Gymnasium. Rund 1050 Schülerinnen und Schüler aus den Städten Karlstadt und Arnstein werden von ca. 90 Lehrkräften unterrichtet. Seit dem Schuljahr 2007/08 bietet die Schule eine offene Ganztagsschule an. Dieses Angebot wird in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Würzburg durchgeführt.

Veränderung an der Schule

Schüler, Lehrer und Eltern bemühen sich im Johann-Schöner-Gymnasium gemeinsam um ein angenehmes Schulklima, in dem jeder den anderen respektiert. Hierzu wurden beispielsweise mehrere Eltern-Lehrer-Schüler-Arbeitskreise gegründet, die regelmäßig tagen. So hat jeder die Möglichkeit, aktiv das Schulleben mitzugestalten. Das Johann-Schöner-Gymnasium Karlstadt ist Mitglied im Bündnis "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage", in dem Dieses Bündnis Schülerinnen und Schüler schul- und schulformübergreifend kreisweit zusammenarbeiten, um zum couragierten Handeln gegen Diskriminierung zu ermutigen und einen Beitrag zu einer demokratischen Gesellschaft ohne Gewalt zu leisten. Ab dem Schuljahr 2011/12 berät und begleitet ein Team aus ausgebildeten sog. Lehrermentoren die Schülerinnen und Schüler individuell bei verschiedenen Lernproblemen. Ebenfalls zur Begleitung und Beratung der Schülerinnen und Schüler, aber auch als zusätzliche pädagogische Unterstützung der Eltern und Lehrkräfte steht seit dem Schuljahr 2008/09 eine Diplom-Pädagogin zur Verfügung. Durch das Angebot der offenen Ganztagsschule (seit 2007/08) lernen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler in der Schule nicht nur kognitives Wissen durch Unterricht. Nach dem obligatorischen gemeinsamen Mittagessen mit den Pädagogen der offenen Ganztagsschule werden die Schüler während ihren Hausaufgaben zum selbstständigen, sinnvoll organisierten Lernen und Arbeiten angeleitet. So können die im eigens von der Schule eingerichteten Unterrichtsfach „KoMet“ erlernten Arbeits- und Lernmethoden noch einmal praktisch eingeübt werden. In der anschließenden Freizeit haben die Schülerinnen und Schüler entweder die Möglichkeit, an einem der zahlreichen Sport-, Bastel-, Werk- oder Hauswirtschaftsprojekte teilzunehmen, oder sie gestalten ihre Freizeit selbst, indem sie sich z.B. im Lernatelier ein Buch auswählen. So kommt auch das soziale Lernen nicht zu kurz.

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  • Mittelschule Mühldorf

Konzeption der Schule

Als "Mittelschule" darf sich eine Hauptschule nur dann bezeichnen, wenn sie ihren Schülerinnen und Schülern folgendes breit gefächertes Bildungsangebot unterbreitet:

  1. drei berufsorientierende Zweige „Technik“, „Wirtschaft“ und „Soziales“
  2. ein Ganztagsangebot
  3. eine ausgestaltete Kooperation mit einer Berufsschule, der regionalen Wirtschaft und der Arbeitsagentur
  4. einen mittleren Bildungsabschluss auf dem Niveau von Wirtschafts- und Realschulen
  5. die zusätzliche modulare/individuelle Förderung der Schüler im Klassenverband unter Beibehaltung des Klassenlehrerprinzips sowie
  6. Angebote der sozialen Arbeit und der Förderlehrer

Das Alleinstellungsmerkmal der Mittelschule ist die Berufsorientierung. Die Mittelschule Mühldorf bemüht sich darum, ihre Schülerinnen und Schüler durch eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen stark als Person, stark im Wissen und stark im Beruf werden zu lassen.

Veränderung an der Schule

Die Mittelschule Mühldorf befindet sich im dritten Jahr der Implementierung. In Teams führen Lehrkräfte interne Evaluationen durch und prüfen die Nachhaltigkeit.

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